Rigi-Schwinget Rigi-Staffel (SZ) vom 13. Juli 2025
Bei schönem Wetter und unsicheren Regenprognosen durfte man gespannt sein, ob das Fest trocken bleibt oder verregnet wird. Wie das Wetter, so zeigte sich auch das Schwingfest auf der Rigi-Staffel abwechslungsreich und spannend. Im Gegensatz zur Wettervorhersage konnte man sich von Anfang an auf die Nordostschweizer verlassen, die mit einem starken Teilnehmerfeld antraten. Mit Samuel Giger als Festsieger sowie dem Schlussgangteilnehmer Mario Schneider, Armon Orlik und Damian Ott standen am Ende genau die erwarteten Favoriten an der Spitze der Rangliste. Nichtsdestotrotz durften auch drei Aktive des Schwingklubs Bürglen zeigen, dass sie zurecht auf der Rigi antreten durften.
Mit Fabian Arnold stellte der Schwingklub Bürglen nicht seinen stärksten Trumpf, jedoch den erfolgreichsten Teilnehmer in Bezug auf Punktzahl und Rangierung auf der Rigi. Fabian startete beherzt mit zwei Siegen gegen Moritz Buchmann und Marco Heiniger. Gegen den Eidgenossen Fabian Kindlimann musste er seine einzige Niederlage einstecken. In den Duellen mit Martin Felder und Kaj Hügli konnte er die Gänge stellen. Im sechsten Gang besiegte er den technisch versierten Teilverbandskranzer Kilian Bühler. Mit einer Gesamtpunktzahl von 55.50 belegte Fabian den Rang 10b, leider knapp ohne Kranz.
Auch Klubkollege Jonas Gisler durfte sich über die Teilnahme auf der Rigi freuen. Mit grosser Motivation startete Jonas ins Fest und verbuchte gleich zu Beginn einen Sieg gegen Robin Studinger. Gegen den karrierebeendenden Christian Schuler, sowie gegen Kilian Bühler musste er jedoch zwei Niederlagen hinnehmen. Zur Mittagspause standen 27.00 Punkte auf dem Notenblatt. Nach dem Mittag doppelte Jonas mit einem weiteren Sieg gegen Moritz Buchmann nach, ehe er, wie am Vormittag, noch zwei Niederlagen gegen Silvan Appert und Roger Bürli einstecken musste. Mit einer Endpunktzahl von 53.75 klassierte sich Jonas auf Rang 17b, ebenfalls ohne Kranz.
Der Eidgenosse Matthias Herger, der nach längerer Zeit endlich wieder schmerzfrei antrat, musste das Fest leider erneut verletzungsbedingt nach vier Gängen abbrechen. Er startete vielversprechend mit einem gestellten Gang gegen Adrian Odermatt sowie einem Sieg gegen Alex Schuler. Danach folgten zwei Niederlagen gegen Martin Felder und Oliver Hermann, ehe ihn eine Schulterverletzung stoppte, die weitere Abklärungen nötig macht. Einmal mehr wurde Matthias mentale Belastbarkeit auf die Probe gestellt. Wir hoffen, dass die Verletzung nicht allzu gravierend ist und Matthias bald wieder ins Sägemehl zurückkehren kann.
Fazit
Das Bergfest auf der Rigi ist ein einzigartiges Erlebnis, mit gewaltiger Kulisse und meist ebenso gewaltigen Athleten. Jeder Schwinger muss sein gesamtes Können abrufen. Wer mit Eichenlaub nach Hause fahren will, braucht Technik und Kondition auf höchstem Niveau. Dass unsere drei Athleten Fabian, Jonas und Matthias über diese Fähigkeiten verfügen, steht ausser Frage. Umso bitterer ist es, dass sie die "Königin der Berge" ohne Kranz verlassen mussten.
Berichterstatter Schwingklub Bürglen
René Roner